Diesmal suchen die Pflanzen kein neues Zuhause

In diesem Frühling gönnt sich der Sauerlandpark Hemer eine Auszeit. Anders als ursprünglich geplant, findet die bei so vielen Menschen aus der Region beliebte Aktion ´Pflanzen suchen ein Zuhause` ausnahmsweise nicht statt. Hintergrund: Kurzfristiger Eigenbedarf! Normalerweise stellt der Sauerlandpark beim Wechsel von der Frühjahrs- auf die Sommerbepflanzung alle Frühlingsblüher den Besucherinnen und Besuchern gegen eine Spende für den Förderverein zur Verfügung. Interessierte können sich an einem Samstagvormittag ihre Favoriten ausgraben und mit nach Hause nehmen. „Wir müssen diesen besonderen Termin zum ersten Mal nach vielen Jahren ausfallen lassen, denn auf Grund besonderer Umstände wollen wir die Zwiebeln ausnahmsweise selbst verwenden“, erklärt Thomas Bielawski, Geschäftsführer des Sauerlandparks. Im oberen Teil des Parks wurden im Frühjahr Flächen für die Einsaat von einheimischen Wildpflanzen, sogenannte Blühstreifen, vorbereitet, um Nahrungsflächen für Insekten zu schaffen. Geplant war, diese Anfang Mai einzusäen und im Herbst mit neu angeschafften Zwiebeln zu bepflanzen, um die Blütezeit früher beginnen zu lassen. Da aufgrund von Lieferengpässen das Saatgut jedoch noch nicht eingetroffen ist, kann der Park die bereits an den Themengärten und in den Eingangsbereichen vorhandenen Zwiebeln dafür nutzen, ohne die frisch eingesäten Flächen noch einmal aufreißen zu müssen.

Insgesamt rund 120.000 Zwiebeln hatte das ´Team Grün` des Parks vor dem Winter in Erde und Pflanzkästen des 27 Hektar großen Geländes eingebracht. Viele davon standen wegen der kühlen Witterung der letzten Wochen lange in voller Blüte und konnten für so viele Besucherinnen und Besucher den Pfingstspaziergang im Sauerlandpark ein klein wenig schöner machen. Derzeit steht für das Gärtnerteam eine XXL-Umgestaltung an. Die Zwiebeln aus den Flächen an den Themengärten und den Eingangsbereichen werden ausgegraben und in die neu angelegten Blühstreifen im oberen Teil des Parks verpflanzt. Darauf kommt dann die Wildkräutersaat für den Sommer. „Damit gelingt es uns, im kommenden Frühling die Blumenpracht noch einmal deutlich größer werden zu lassen – viele zehntausend Tulpen und Narzissen mehr werden erblühen.“ Während die Zwiebeln in den bepflanzten Kisten sowie in den neu angelegten Flächen im oberen Teil des Parks verbleiben, wird an den Themengärten und in den Eingangsbereichen der Sommerflor eingesetzt. „Weil der Frühling so kühl ist, standen viele unserer Tulpen noch lange in Blüte. Deshalb haben wir den Wechsel auf die Sommerbepflanzung mehrfach verschoben“, so Bielawski. Spätestens jetzt aber muss der Wechsel her, denn die Sommerpflanzen sind schon seit über einer Woche im Park angekommen und warten aktuell in der ehemaligen Blumenhalle aufs Einpflanzen.“  Die einzelnen Beetflächen entlang des Hauptweges werden jeweils eine Farbe zum Thema haben und über eine weiße Grundbepflanzung optisch miteinander verbunden sein. Darauf können sich alle Besucherinnen und Besucher freuen.