Es waren die Hänge der Akropolis, die im alten Griechenland Heimstatt der Eulen von Athen waren – zumindest der Sage nach. Und es waren diese Eulen, die der griechischen Göttin Athene, der Göttin der Weisheit, der Kunst, der Strategie und des Kampfes heilig waren. So fand der Greifvogel den Weg in die griechische Mythologie, anschließend, gemeinsam mit Athene auf die griechischen Geldstücke und damit ins Bewusstsein der Menschen. Sie war einst das Sinnbild für Gut und Böse, mal für die Weisheit, mal die Beschützerin der Heere im Krieg. Auch fand die Eule als beliebtes Motiv den Weg in die Kunst. Das stellt auch der Mendener Bildhauer Heribert Prause unter Beweis. In über vierwöchiger Arbeit schuf er ein Eulenmotiv als Metall-Skulptur aus ST37-Stahl in dunkler Oberflächenverzinkung, bei der markante Zonen durch Schleifvorgänge hell hervorgehoben wurden. Diese in sich ruhende, vertikal angeordnete und von oben nach unten kleiner werdende Vierergruppe von stilisierten Nachtvögeln, die eine Eulenfamilie darstellen soll, ist auf dem Weg in die Themengärten des Sauerlandparks Hemer zu sehen.

80 Zentimeter hoch, auf einem rundlichen Quermetall als Sitz ruhend, steht die Skulptur in rund einem Meter Höhe. „Die Darstellung der vier Eulen, die sich gleichsam einander schützend ummanteln, jedem Betrachter das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit geben, sind ein wahrhaft wesentliches Attribut unserer Zeit“, so Heribert Prause.

Der Sauerlandpark Hemer freut sich, erneut eine Skulptur von Prause der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Zuletzt im Sommer 2015 zeigte der Park seine außergewöhnlichen Metallskulpturen. „Prause versucht bei der Herstellung seiner Kunstwerke begreifbare und zeitgemäße Formen zu finden. Das macht es auch unseren Gästen möglich, seine Kunst zu erleben. Deshalb freuen wir uns auf die erneute Kooperation“, unterstreicht Thomas Bielawski, Geschäftsführer des Parks.