Künstler wie Art Wolfe, Jim Brandenburg oder Sandra Bartocha sind nicht jedem von uns ein Begriff. Viele ihrer einzigartigen Fotografien aber haben viele schon bestaunt. Alle drei gehören unbestritten zu den besten Naturfotografen der Welt. Sie zeigen uns die Welt aus einem Blickwinkel, der, im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt, einzigartige Momente festhält, die nur ein Weltreisender in Sachen Landschaft oder Tierwelt festhalten kann. Mal geht es um die Symbiose zwischen Tieren und ihrer Umwelt, mal um einen magischen Moment, in jedem Fall um Punktgenauigkeit. Naturfotografie, dessen sind sich alle sicher, braucht einen besonderen Komponisten, der die ganz besondere Faszination der Natur in ihrer Schönheit oder manchmal auch ihrer harten Realität auf den Punkt zu bringen versteht.

Aber nicht nur die ganz großen Fotografen versuchen auf ihren Reisen, diesen einen Augenblick zu ergattern. So viele tun es ihnen nach, in der Freizeit, im Urlaub, als Beruf und schaffen es damit, die verschiedensten Facetten der Natur abzubilden. Dazu gehören auch die unzähligen Teilnehmer des renommierten, europaweiten Fotowettbewerbs ́GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres`. Seit 17 Jahren prämiert die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V., kurz GDT, einmalige und innovative Naturfotografien europäischer Profi- und Hobbyfotografen.

Ein Best-of der Wettbewerbe der letzten Jahre darf der Sauerlandpark Hemer vom 28. April bis 6. Juli auf seinem Gelände in einer Open Air- Ausstellung präsentieren. „Auf einem Rundweg durch die Wiesenflächen zwischen dem Eingang Deilinghofen und dem Jübergturm können wir insgesamt 46 dieser Naturfoto-Highlights zeigen. Jedes Bild wird zudem durch einen kurzen Text ergänzt, in dem das Bild und seine Entstehung erläutert werden“, erklärt Thomas Bielawski, der die GDT für eine Ausstellung im Sauerlandpark gewinnen konnte.

Allein im vergangenen Wettbewerbsjahr 2017 wurden über 18.000 Fotografien eingesandt. Der anhaltende Erfolg erklärt sich vor allem aus dem Bestreben der GDT, jedes Jahr den Ansprüchen moderner Naturfotografie gerecht zu werden. Dazu zählen der Einsatz neuer Techniken oder der Mut zu ungewöhnlichen Kompositionen. Neben dem Anspruch, die große Bandbreite naturfotografischer Themen widerzuspiegeln, von ungesehenen Verhaltensweisen, seltenen Arten, intimen Tierportraits, verträumten Pflanzenbildern bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit den Belangen des Natur- und Artenschutzes, wird immer größter Wert darauf gelegt, die Einhaltung ethischer Standards zu gewährleisten

Seit 17 Jahren erfreuen die Bilder des Wettbewerbs ́Europäischer Naturfotograf des Jahres` nicht nur das Fachpublikum, sondern auch die breite Öffentlichkeit. „Der Sauerlandpark freut sich, den vielen tausend Besuchern in diesem Frühsommer einige der Highlights der letzten 17 Jahre – Bilder, die zu ihrer Zeit Maßstäbe setzten, von denen einige zu Ikonen der Naturfotografie wurden – zu präsentieren“, so Bielawski weiter.

Für Besucherinnen und Besucher des Sauerlandparks Hemer ist der Besuch der Open Air-Ausstellung bereits im Tageseintrittspreis oder in der Dauerkarte enthalten. Ein Zusatzeintritt wird nicht berechnet. Die Ausstellung kann an jedem Öffnungstag des Sauerlandparks von 09:30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit in Augenschein genommen werden.

 

Zu sehen sind unter anderem Bilder von:

Christoph Kaula, GDT – Deutschland Hastiger Hamster

Feldhamster sind Gewohnheitstiere und nutzen oft die gleichen Wege zu ihren Nahrungsplätzen. Haben sie dort ihre Hamsterbacken gefüllt, rennen sie auf schnellstem Wege zurück zu ihrem Bau. Dieses Verhalten nutzte ich und legte mich auf einem der oft benutzten Wege auf die Lauer. Da die Tiere jedoch erst in der Dämmerung herauskommen, gab es viele Fehlversuche auf Grund der Verschlusszeit und des Autofokus. Dieses Bild ist im Rahmen des Projekts Wiener Wildnis entstanden.

Daisy Gilardini – Schweiz Eisbärenumarmung – Polar bear hug

Diese Aufnahme entstand an einem düsteren, kalten Tag im Wapusk Nationalpark (Kanada). Eisbären scheinen diese Wetterbedingungen zu mögen, denn sie sind an solchen Tagen viel aktiver als bei sonnigem Wetter. Wir entdeckten zwei junge Bärenmännchen, die so in ihr Spiel vertieft waren, dass sie unsere Annäherung kaum bemerkten. Als wir nur noch wenige Meter von ihnen entfernt waren, entschied ich mich, statt mit dem Weitwinkel die ganze Szene einzufangen, lieber mein größtes Teleobjektiv zu nehmen, das 600mm. Ich setzte sogar noch einen 1.4fach Konverter davor, um die ganze Intimität dieser Situation einzufangen.

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