Das Felsenmeer

felsenmeerIn direkter Nachbarschaft des Sauerlandparks locken das Felsenmeer und die Heinrichshöhle. Die wild zerklüftete Felsenlandschaft gehört zu den 70 bedeutendsten Geotopen Deutschlands. Hier wurde der bislang älteste Tiefbau auf Eisenstein in ganz Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Eine barrierefreie Brücke ermöglicht es, die unzugänglichen Felsformationen zu
überqueren und eröffnet einen überwältigenden Blick über das Felsenmeer. Über einen Holzsteg und eine direkt an den Park der Sinne angrenzende Aussichtsplattform können die Gesteins formationen im dichten Buchenwald erkundet werden. Wie es unter den Felsen und Buchen aussieht, wird in der Heinrichshöhle deutlich.

Erleben sie die bizarren Felsformationen aus bislang nicht gekannter Perspektive – und das vom Balkon aus: Eine drei Meter breite und 37 Meter lange Plattform bietet einen einmaligen Ausblick auf die wuchtigen Gesteinsformationen. 20 Meter tief richtet sich der Blick in die Felsschlucht. Neue Ein- und Ausblicke ermöglichen außerdem zwei neue Elemente im südlichen Felsenmeer.

Dort wurden ein Steg und eine Brücke behutsam in das Naturschutzgebiet eingelassen, insgesamt sind sie 62 Meter lang und zwei Meter breit. Hier können Sie förmlich durch das Felsenmeer schweben – die besondere Konstruktion der Brücke macht’s möglich. Auf 30 Metern schlängelt sie sich frei schwebend an Felsblöcken und Baumformationen vorbei.

 

Barrierefreier Zugang

Erstmals seit Jahrzehnten wurde das einzigartige Geotop damit zum Start der Landesgartenschau im Jahr 2010 wieder erlebbar gemacht. Seit das Felsenmeer 1962 aufgrund seiner naturhistorischen, erdgeschichtlichen und kulturhistorischen Bedeutung als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, war es nicht mehr direkt begehbar. Mit dem Bau von Brücke, Steg und Aussichtsplattform ist außerdem nun auch der barrierefreie Zugang zum Felsenmeer möglich, das zu den 77 bedeutendsten Geotopen Deutschlands zählt.

 

felsenmeer_2Damit das Felsenmeer wieder seine touristische Strahlkraft entfalten kann, wurden rund 1,3 Mio investiert, die überwiegend aus EU-Fördermitteln stammen. Naturschutz stand bei dem Vorhaben an erster Stelle: Grundsätzlich gilt, dass die Bauwerke keine nachhaltige Beeinträchtigung des Naturhaushaltes erwarten lassen, da das Konzept neben dem Naturschutz erstmalig die Bedeutung des nationalen Geotops und die Spuren des ältesten Tiefbaus auf Eisenstein in NRW berücksichtigt. Auf diese Ausgewogenheit wurde bei der Bauausführung streng geachtet.

Die bizarre Felslandschaft des Felsenmeeres liegt zwischen den Hemeraner Stadtteilen Sundwig und Deilinghofen. Vom Sauerland-Park aus erreichen Sie das Geotop am besten über den Park der Sinne – die Aussichtsplattform liegt in Verlängerung der dortigen Wegachse.

 

Führung oder Panoramaweg

Der gesamte Bereich ist von einem sehr alten Buchenwald bestanden. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten besiedeln den Wald, das Totholz und die kühlen und feuchten Felsspalten. Ein ausgewiesener Panoramaweg führt Sie zu den schönsten Stellen und den beeindruckendsten Aussichtspunkten. Wer sich genauer über Entstehung, Geologie, Kultur- und Naturhistorie des Felsenmeeres informieren möchte, hat die Möglichkeit, eine Felsenmeerführung zu buchen. Die Führungen werden nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kindergruppen und Schulklassen angeboten.

 

WARNHINWEIS

Verlassen Sie keinesfalls die ausgewiesenen Wege! Diese Regel dient nicht nur dem Schutz der Tier- und Pflanzenwelt des Felsenmeeres, sondern auch Ihrer Sicherheit! Über das gesamte Gebiet verteilt befinden sich viele tiefe Klüfte und Spalten, nur leicht abgedeckt mit losem Zweigwerk und nassem, rutschigen Laub. Beim Betreten dieser meist nicht erkennbaren Bereiche begibt man sich in Lebensgefahr!

Weitere Informationen gibt es unter www.hiz-hemer.de